Kleintierpraxis - Dr. med. vet. Susanne Sonntag

Unterschätztes Risiko Zahnbelag


                                                                                                                                                
Zahnbelag und seine Folgen werden bei unseren Haustieren häufig unterschätzt. Dabei ist ein intaktes Gebiss - wie beim Menschen auch - wichtig für die Allgemeingesundheit und gute Lebensqualität. Auch bei unseren Haustieren bleiben nach jeder Mahlzeit Nahrungsreste an den Zähnen haften. Diese stellen eine optimale Grundlage für Bakterienwachstum dar. Das heißt, es entsteht zunächst ein bakterieller Zahnbelag, der sich täglich am Zahnfleischrand ansammelt. Mit der Zeit entzündet sich das Zahnfleisch und löst sich vom Zahn. Es kommt zur Ausbildung von Zahnfleischtaschen (Parodontose). In diesen Hohlräumen breiten sich die Bakterien weiter aus und greifen schließlich den Kieferknochen an.

Am Zahn selbst sind zunächst gelbliche, weiche Beläge zu sehen und später der Zahnstein. Wie schnell sichtbarer Zahnstein entsteht ist individuell verschieden und hängt von genetischen Komponenten, der Fütterung und der Zahnstellung ab.

Nicht nur die Zähne sind betroffen: die Bakterien aus der Mundhöhle streuen, vor allem bei entzündetem Zahnfleisch, über die Blutbahn in lebenswichtige Organe wie Herz, Niere und Leber und schädigen diese. Zudem setzen die krankhaften Vorgänge in der Mundhöhle anhaltende Reize, die eine lokale Tumorbildung begünstigen. Was also harmlos als Zahnbelag anfängt, kann die Gesundheit Ihres Tieres nachhaltig gefährden und seine Lebenserwartung sogar verkürzen.

Unsere Haustiere empfinden genauso Zahnschmerzen wie wir, zeigen dies jedoch nicht deutlich. Oft werden sie nur ruhiger, was von vielen Besitzerin auf das zunehmende Alter geschoben wird. Auch zunehmender Mundgeruch, gerötetes Zahnfleisch, weniger Appetit, einseitiges Kauen, vermehrter Speichelfluss und das Reiben mit dem Kopf an Gegenständen, können Hinweise für ein Zahnproblem sein.

Zahnbelag kann durch regelmäßiges Zähneputzen vorgebeugt werden. Hierzu gibt es spezielle Zahnbürsten/Zahnpasta für Hunde und Katzen. Sind jedoch bereits Zahnstein und Zahnfleischentzündungen vorhanden, so reicht Putzen nicht mehr aus: eine professionelle Zahnreinigung unter Narkose ist erforderlich. In unserer Praxis wird der Zahnstein mit einem Ultraschall-Gerät schonend entfernt bis unter den Zahnfleischrand. Anschließend werden die Zähne poliert, um Mikrokerbungen zu glätten. Die abschließende Fluoridierung härtet den Zahnschmelz. So wird eine erneute Anhaftung von Zahnbelag erschwert.

Müssen keine Zähne gezogen werden, so ist nur eine kurze und sehr schonende Narkose erforderlich.


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